Vorlauf und Nachlauf im Überblick
Als Vorlauf bezeichnet man den Straßentransport vom Absender zum Terminal, auf dem der Container verladen wird, im Seehafen auf das Schiff, im Binnenterminal auf Bahn oder Binnenschiff. Der Nachlauf ist der Weg vom Terminal zum Empfänger. Beide Teilstrecken sind meist kurz oder mittellang und eng getaktet, weil sie an Abfahrts- und Abholfenster des Terminals gebunden sind.
Aus der Sicht des Einkaufs sind Vor- und Nachlauf kleine Teile einer langen Kette, aus der Sicht der Disposition entscheiden sie über Pünktlichkeit. Der allgemeine Transport ist auf der Seite Containertransport per Lkw beschrieben; hier geht es um die Übergaben.
Die Übergaben und ihre Zuständigkeiten
Die Tabelle zeigt die Punkte, die vor dem ersten Transport einer Relation geklärt sein müssen. Wer die jeweilige Aufgabe übernimmt, hängt vom Terminal, der Reederei und Ihrem Vertragsmodell ab. Wir halten die Zuordnung je Relation im Angebot fest, damit es keine Annahmen gibt.
| Übergabepunkt | Was geklärt sein muss | Was wir von Ihnen brauchen |
|---|---|---|
| Freistellung | Der Container ist beim Terminal zur Abholung freigegeben. | Container- und Buchungsnummer, Freistellungsnachweis, Frist. |
| Terminalfenster | Slot oder Zeitfenster für Anfahrt und Abfertigung. | Vorgaben des Terminals, bevorzugte Tageszeit. |
| Übergabe am Terminal | Identifikation, Papiere, Zustand und Plombe des Containers. | Ansprechpartner, Papiere, Hinweise zum Zustand. |
| Zustellung beim Empfänger | Rampe, Entladung, mögliche Standzeit. | Entladezeiten, Kontakt am Standort, Hinweise zur Zufahrt. |
| Rückgabe Leercontainer | Ort, Frist und Zustand bei Rückgabe. | Rückgabeort und Frist der Reederei. |
Beispielablauf eines Nachlaufs
Der folgende Ablauf ist konstruiert und zeigt nur die Reihenfolge der Schritte.
- Der Container ist am Terminal angekommen und wird zur Abholung freigegeben.
- Das Terminalfenster wird vereinbart, die Tour für den Lkw wird geplant.
- Der Lkw holt den Container ab; Nummer, Plombe und Zustand werden an der Übergabe geprüft.
- Der Container wird beim Empfänger entladen oder abgestellt.
- Der leere Container wird zum vereinbarten Rückgabeort gebracht.
Zeitfenster und Verzögerungen
Terminalfenster sind selten flexibel. Verspätet sich der Lkw, kann der Slot verfallen, ein verspätetes Schiff dagegen verschiebt den Nachlauf. Wir planen deshalb Puffer ein und sprechen vorab ab, wer bei einem verschobenen Fenster wen informiert. Mögliche Verzögerungen sollen künftig automatisch gemeldet werden.
Wartezeit am Terminal oder an der Rampe ist ein häufiger Streitpunkt. Wir empfehlen, freie Wartezeit und die Abrechnung darüber hinaus schon im Angebot zu regeln.
Was wir vor dem ersten Transport mit Ihnen abstimmen
Vor dem ersten Transport einer Relation sprechen wir die Aufgabenverteilung durch, benennen Ansprechpartner auf beiden Seiten und legen fest, wie Abweichungen gemeldet werden. Dabei geht es um Kleinigkeiten, die später den Unterschied machen: Wer ruft bei einer Verspätung wen an? Wer entscheidet, wenn das Fenster verpasst wird? Wer kümmert sich um die Rückgabe?
Was wir für ein Angebot brauchen
- Name des Terminals und Richtung (Vorlauf, Nachlauf oder beides),
- Containerart, Gewicht und Häufigkeit,
- Ihre Aufgabenverteilung mit Reederei, Spediteur oder Terminal,
- Zeitfenster am Terminal und am Standort,
- Rückgabeort und -frist für Leercontainer,
- Ansprechpartner bei Abweichungen an beiden Stellen.
Was wir derzeit nicht festlegen
Welche Terminals wir künftig anfahren, ist noch offen. Wir erstellen daher keine Terminalseiten auf Vorrat. Sobald Einsatzgebiete feststehen, ergänzen wir sie mit konkreten Angaben zu Terminal, Einzugsbereich und Ablauf. Den Stand finden Sie unter Einsatzgebiete. Fragen zu Ihrem Terminal können Sie schon heute in einer Anfrage stellen.
